Bundeslehrlings
wettbewerb 2016

Kärnten darf sich über das hervorragende Abscheiden seiner Jungtischler beim 57. Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler in Pöchlarn freuen.

Anton Strieder von der Tischlerei Unterüberbacher und Martin Golautschnik von der Tischlerei Gomernik erreichten beide den hervorragenden dritten Platz in ihrem Lehrjahr. Der Wettbewerb fand von 24. bis 25. Juni 2016 in Pöchlarn statt, insgesamt nahmen 45 Jungtischler aus ganz Österreich teil.

Die Lehrlinge der einzelnen Lehrjahre aus jedem Bundesland mussten ein gemeinsames Werkstück – eine Kindergarderobe – fertigen. Dabei übernahmen die Lehrlinge des ersten Lehrjahrs die Konsole, die des zweite Lehrjahrs den Kleiderständer und die des dritten Lehrjahrs den Kindersessel.

Im vierten Lehrjahr Tischlereitechnik planen die Lehrlinge mit dem Computer komplexe Möbelstücke, die dann von Maschinen produziert werden.

Hier die Ergebnisse für Kärnten im Detail:

Name Lehrjahr Rang Lehrbetrieb Ort
Daniel Jölli 1 5 Tischlerei Messner Maria Rojach (Bezirk Wolfsberg)
Anton Strieder 2 3 Unterüberbacher Herwig Liesing (Bezirk Hermagor)

Dominik Lerchbaumer

3 5

JELD-WEN Türen GmbH

Straßburg (Bezirk St. Veit an der Glan)

Patrick Pacher

4 6    

Martin Golautschnik

4 3

Tischlerei Gomernik

Eberndorf (Bezirk Völkermarkt)

 

Der Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler war auch 2016 in seiner 57. Auflage ein voller Erfolg. Insgesamt 45 Lehrlinge aus ganz Österreich traten in den Bereichen Tischlerei und Tischlereitechnik an. Sie konnten vor Jury und Publikum ihr Können beweisen und zeigen, was die nächste Generation der Tischler zu bieten hat.

„Ich bin stolz auf die Burschen", so Lehrlingsbeauftragter Josef Pichler. "Alle haben gute Leistungen gebracht, hart gearbeitet und ihr Bestes gegeben – trotz der großen Hitze. Über zweimal Bronze freue ich mich ganz besonders."

Die Siegerurkunden wurden von Bundesinnungsmeister KommR. Gerhard Spitzbart, Landesinnungsmeister KommR. Ing. Helmut Mitsch und Bundeslehrlingswart Josef Pichler übergeben. Sie zeigten sich sehr zufrieden mit den Leistungen. „Wir sind sehr glücklich mit den jungen Tischlern. Sie sind mit ihrem Einsatz das beste Aushängeschild für den Beruf“, so Bundesinnungsmeister Gerhard Spitzbart. „Die österreichische Wirtschaft braucht gut ausgebildete Fachkräfte. Wir versuchen, den jungen Menschen mit der dualen Ausbildung in Schule und Betrieb die optimale Voraussetzung für den Start ins Berufsleben zu bieten. Ein großer Dank gilt allen Lehrbetrieben und Eltern, ohne deren Einsatz so ein Wettbewerb nicht möglich wäre.“

Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Der Bundeslehrlingswettbewerb stand ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Es wurde bewusst Papier gespart und Wert auf gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelegt. Auch bei Speis und Trank wurde auf Regionales gesetzt. „Wir haben uns bewusst entschieden, die Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu stellen“, so Landesinnungsmeister KommR. Ing. Helmut Mitsch. „Immerhin ist Holz der nachhaltige Werkstoff schlechthin. Umso mehr freut es mich, dass wir eine große, erfolgreiche und auch nachhaltige Veranstaltung organisieren konnten.“

Ausbildung zum Tischler

Jahr für Jahr werden in Österreich rund 3000 Lehrlinge in der Tischlerbranche ausgebildet. Die Ausbildung der Lehrlinge erfolgt fast ausschließlich in Klein- und Mittelbetrieben. In Österreich ist die Ausbildung im Lehrberuf Tischler universell. Eine allfällige Spezialisierung z.B. für die Bereiche Innenausbau, Möbelbau, Kunsttischler oder Bautischler erfolgt erst nach Abschluss der Berufsausbildung als Facharbeiter oder Meister.

In Österreich gibt es 10.185 Mitgliedsbetriebe, davon 7.298 Tischlereibetriebe mit 31.522 Beschäftigten und 2.679 Lehrlinge (Stand Mai/2016).